Die Bewohner:innen von der Ortschaft Sitio Mariahangin in Bugsuk, in der Provinz Palawan, haben den Senat gebeten, ihre Sichtweise in einem langjährigen Landstreit anzuhören, durch den 282 Angehörige indigener Gemeinschaften von einer Zwangsräumung bedroht sind.
In einer am 16. Februar 2026 veröffentlichten Videoerklärung rief ein Mitglied der Gemeinde, Amina Naseron, zur Unterstützung auf und bat um Teilnahme an der nächsten Anhörung des Senatsausschusses für kulturelle Gemeinschaften und muslimische Angelegenheiten (Senate Committee on Cultural Communities and Muslim Affairs). Der Ausschuss unter dem Vorsitz von Senator Robinhood Padilla hielt am 13. Februar eine öffentliche Anhörung ab, um das Thema zu behandeln.
Die Anwältin Nica Millado, die die Bewohner:innen vertritt, erklärte, der Antrag der indigenen Gemeinschaft der Molbog auf ein Zertifikat für angestammtes Land (Certificate of Ancestral Domain Title/CADT) sei seit 21 Jahren anhängig, sodass viele Gemeinschaftsanführer:innen vergeblich auf die formelle Anerkennung ihres Landes warteten. Sie fügte hinzu, dass die Bewohner:innen 2014 die Agrarreform in Anspruch genommen hätten, diese jedoch 2023 vom Ministerium für Agrarreform (Departmernt of Agrarian Reform/DAR) widerrufen worden sei, was nach Angaben der Gemeinschaft zu verstärkten Schikanen und Einschüchterungen geführt habe.
Während der Anhörung kam es zu widersprüchlichen Ansprüchen auf Landbesitz, wobei Vertreter:innen privater Grundbesitzer:innen ihre Rechte auf Teile der Insel geltend machten. Die Bewohner:innen bestehen jedoch darauf, dass Mariahangin angestammtes Land sei, und behaupten, dass die Eigentumsdokumente durch gefälschte Unterschriften erlangt worden seien. Millado verwies zudem auf frühere Gewalttaten, an denen bewaffnete Wachleute beteiligt waren, die angeblich von den Grundbesitzern eingesetzt worden waren.
Behördenvertreter:innen bestätigten, dass Umsiedlungspläne vorgelegt wurden, doch die Bewohner:innen argumentieren, diese seien weder nachhaltig noch realisierbar. Ein Vertreter der Grundbesitzer erklärte, die Räumungsmaßnahmen könnten durch den Einsatz von Ingenieuren vorangetrieben werden.
Der Konflikt wird zusätzlich durch ein laufendes 5.500 Hektar großes Ökotourismus-Projekt in der Region erschwert, das von Bricktree Properties, einer Tochtergesellschaft der Firma San Miguel Corporation, durchgeführt wird. Das Unternehmen räumte zwar ein, Umsiedlungsinitiativen zu unterstützen, bestritt jedoch eine Beteiligung an Sicherheitsmaßnahmen.
Die meisten der 282 Bewohner von Sitio Mariahangin erhielten im Dezember 2025 eine gerichtliche Vorladung, nachdem sie von den vermeintlichen Grundstückseigentümern als Landbesetzer:innen bezeichnet worden waren.
In der Anhörung am 13. Februar äußerte Senator Padilla die Hoffnung, dass der Senat zur Lösung des Problems in Mariahangin beitragen könne. Die Gemeindemitglieder fordern weiterhin ein Eingreifen des Senats und führen dabei Ängste um ihre Sicherheit und den Verlust ihres angestammten Landes an.
Foto © Hannah Wolf
