Der Radiomoderator Julito „Jaz“ Calo wurde am 20. März 2026 vor seinem Wohnhaus in La Castellana, einer Gemeinde in Negros Occidental in den Philippinen, erschossen.
Der 49-jährige Calo war Co-Moderator einer Sendung bei DNN News FM in Himamaylan City und arbeitete für die Kommunalverwaltung von Negros Occidental. Der Angriff ereignete sich, während er in seinem Garten arbeitete. Ein unbekannter Schütze eröffnete das Feuer und floh unmittelbar danach. Calo wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wurde aber bei seiner Ankunft für tot erklärt.
Da die Behörden noch immer nach Verdächtigen und einem eindeutigen Motiv für den Angriff suchen, hat Calos Ermordung erneut ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Journalist:innen und der Lage der Pressefreiheit in den Philippinen ausgelöst.
Calo ist er der neunte Radiojournalist, der seit dem Amtsantritt von Präsident Ferdinand Marcos Jr. am 30. Juni 2022 getötet wurde.
Die National Union of Journalists – Region Negros Island (NUJP-NIR) erklärte, der Mord an Calo sei kein Einzelfall, sondern Teil von zunehmenden Angriffen auf Medienmitarbeiter:innen im ganzen Land. Die Organisation betonte, dass zu viele Journalist:innen im Dienst ihr Leben verloren hätten, und hob hervor, dass viele dieser Fälle ungelöst und die Täter:innen unbestraft blieben würden.
Die Ermordung des Journalisten Percival „Percy Lapid“ Mabasa im Oktober 2022 verdeutlicht diese anhaltende Kultur der Straflosigkeit in den Philippinen noch weiter; in diesem Fall wurden der ehemalige Direktor des Bureau of Corrections, Gerald Bantag, sein Stellvertreter sowie mehrere Insassen angeklagt. Trotz einer Belohnung von zwei Millionen Pesos für Hinweise, die zu seiner Festnahme führen, ist Bantag weiterhin auf freiem Fuß.
Ein kürzlich ergangenes Urteil des Obersten Gerichtshofs zugunsten der Nachrichtenorganisation Rappler stellt einen positiven Schritt für die Pressefreiheit dar, da es deren Status als philippinisches Unternehmen bestätigte und einen langwierigen Rechtsstreit beendete, der von ihren Unterstützer:innen als Versuch angesehen wurde, kritischen Journalismus zu unterdrücken.
Foto © Raffy Lerma
