Menschenrechtsorganisationen aus allen Teilen der Philippinen haben „Kalasag: Advocates’ Hub for Human Rights, Safety, and Protection“ gegründet, eine nationale Advocacy-Plattform, die Menschenrechtsverteidiger:innen (MRV) angesichts eskalierender Bedrohungen und Angriffe schützen soll.
Die Initiative, die von der Philippine Alliance of Human Rights Advocates (PAHRA) in Zusammenarbeit mit einer breiten Koalition der Zivilgesellschaft ins Leben gerufen wurde, soll als „kollektiver Schutzschild“ für Aktivist:innen, Journalist:innen, Anwält:innen, Umweltschützer:innen und andere gefährdete Personen dienen; Kalasag ist das philippinische Wort für „Schutzschild“.
Kalasag will Schulungen zu praktischer Sicherheit, Notfallmaßnahmen, der Dokumentation von Missbräuchen und politischer Interessenvertretung anbieten, um den Schutz und die kollektive Handlungsfähigkeit von MRV landesweit zu stärken.
Die Auftaktveranstaltung fand am 9. April 2026 im Cocoon Boutique Hotel in Diliman, Quezon City, statt. Edgar Cabalitan, Hauptorganisator von Kalasag, betonte die dringende Notwendigkeit eines koordinierten Schutzes: „Von Verteidiger:innen der Rechte von Frauen und Kindern bis hin zu Bäuer:innen, indigenen Gemeinschaften und Umweltschützer:innen – all diejenigen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, sind Schikanen, gerichtlichen Drohungen und sogar Gewalt ausgesetzt. KALASAG ist ein konkreter Schritt, um sicherzustellen, dass keine:r Verteidiger:in allein dasteht.“
Die Organisator:innen wiesen auf die anhaltenden Risiken hin, denen MRV ausgesetzt sind, darunter Personen, die bei friedlichen Protesten festgenommen wurden, Gemeindevorsteher:innen, gegen die strategische Klagen geführt werden, sowie indigene Gemeinschaften, die sich gegen zerstörerische Bergbauaktivitäten wehren.
Ein aktueller Bericht eines UN-Expertenausschusses ergab, dass seit der letzten UN-Überprüfung 305 MRV (basierend auf einer AMP Dokumentation) in den Philippinen getötet wurden, womit das Land weltweit zu den gefährlichsten Ländern für diese Arbeit zählt.
Das Kalasag-Zentrum kündigte zudem die Einrichtung von „Human Rights Security Hubs“ in wichtigen Städten und Provinzen an, um bedrohten MRV sofortige Unterstützung zu bieten.
Foto © PAHRA
