Menschenrechtsgruppen fordern die Freilassung von Aktivist:innen

Die Journalistin Frenchie Mae Cumpio und die kirchliche Mitarbeiterin Marielle Domequil wehren sich weiterhin gegen ihre Inhaftierung und Verurteilung wegen Terrorismusfinanzierung, der Diakon der Iglesia Filipina Independiente (IFI), Aldeem Yañez, gegen seine unrechtmäßige Inhaftierung und die fabrizierten Anklagen vorgeht.

Am 26. Mai 2026 beantragten die Anwält:innen von Cumpio und Domequil beim Berufungsgericht in Cebu City, die Entscheidung des Gerichts aufzuheben, ihnen nach ihrer Verurteilung die Freilassung gegen Kaution zu verweigern.

In ihrem Antrag argumentierten die Anwält:innen der Angeklagten, dass die Richterin am Regionalgericht von Tacloban City, Georgina Uy-Perez, angeblich einen schwerwiegenden Ermessensmissbrauch begangen habe, als sie ihre Anträge auf Freilassung gegen Kaution trotz der von ihnen vorgebrachten Gründe ablehnte.

Richterin Perez hatte zuvor die Freilassung gegen Kaution abgelehnt und dabei Bedenken geäußert, die Angeklagten könnten weiterhin Verbindungen zur terroristischen Gruppen haben, die nationale Sicherheit gefährden oder versuchen zu fliehen.

Ephraim Cortez, Präsident der National Union of Peoples’ Lawyers (NUPL), forderte die Generalstaatsanwaltschaft auf, im öffentlichen Interesse den Fall aufzuheben.

Unterdessen bekräftigten über 200 Vertreter:innen der Kirche auf der IFI-Generalversammlung am 9. Mai 2026 in Iloilo City ihre Forderung nach der sofortigen Freilassung von Aldeem Yañez.

Die philippinische Armee warf Yañez vor, Mitglied der Rebellengruppe New People’s Army zu sein – eine Behauptung, die von seinen Angehörigen und Unterstützern entschieden zurückgewiesen wird. Er hat mehr als vier Jahre ohne Verurteilung im Gefängnis verbracht und ist der erste politische Häftling, der hinter Gittern zum Diakon der IFI geweiht wurde.

Yañez wurde im April 2022 in Cagayan de Oro festgenommen, unter dem Vorwurf, Schusswaffen und Sprengstoff zu besitzen – Anschuldigungen, die seiner Familie zufolge unbegründet sind. Im August 2022 wurden über zudem 50 Anklagepunkte wegen mutmaßlicher Terrorismusfinanzierung gegen Yañez erhoben.

Gerichtsentscheidungen, ihn für seinen Prozess wegen Terrorismusfinanzierung in eine Einrichtung in Taguig zu verlegen, haben Befürchtungen ausgelöst, er könnte den regelmäßigen Kontakt zu seinen Anwält:innen und seiner Familie verlieren, insbesondere nachdem ein Antrag von Ende April, die Verlegung zu stoppen, abgelehnt wurde.

Die IFI argumentiert, der Fall sei Teil eines umfassenderen Musters staatlicher Repression und hebt die Beteiligung der National Task Force to End Local Communist Armed Conflict (NTF-ELCAC) bei der gezielten Verfolgung von Aktivist:innen und marginalisierten Gruppen hervor.

Die IFI-Führungskräfte forderten die philippinische Menschenrechtskommission und die Gerichte auf, Yañez’ Antrag auf Freilassung gegen Kaution zügig zu bearbeiten, seine Verlegung zu stoppen und den Kongress dazu zu drängen, sowohl das Gesetz zur Terrorismusfinanzierung als auch die NTF-ELCAC zu überprüfen.

 

Photo © Karapatan

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