Rundfunkjournalist aus Cotabato von Motorradfahrern erschossen

Nestor Micator, Reporter beim „D’Empire Radio Broadcasting Network“ und Mitglied des örtlichen Dorfrats, wurde am 2. Mai 2026 in Barangay Fort Pikit, Gemeinde Malidegao, Provinz Cotabato, getötet. Nach Angaben der Polizei schossen ihm zwei unbekannte Männer auf einem Motorrad in den Kopf. Ermittler:innen gaben an, dass die nahegelegenen Überwachungskameras während des Angriffs nicht funktionierten.

Micator wurde bei seiner Ankunft im Cruzado Medical Hospital für tot erklärt.

Berichten zufolge könnte Micators Berichterstattung über den illegalen Drogenhandel in der Region ein Motiv für den Angriff gewesen sein. Er war dafür bekannt, regelmäßig über Anti-Drogen-Einsätze der Polizei zu berichten. Nach Angaben seiner Familie könnte er im Verdacht gestanden haben, während seiner journalistischen Tätigkeit als Informant der Polizei zu fungieren.

Nach Angaben der International Federation of Journalists (IFJ) ist Micator der elfte Journalist, der seit dem Amtsantritt von Ferdinand Marcos Jr. als Präsident getötet wurde; keiner dieser Fälle wurde bisher aufgeklärt.

Sowohl die National Union of Journalists of the Philippines (NUJP) als auch die IFJ verurteilten den Mord und erklärten, er zeige, dass die Straflosigkeit weiterbestehe und die Regierung beim Schutz von Journalist:innen versagt habe.

„Micator darf nicht zur Liste dieser ungelösten Fälle hinzukommen“, erklärte die NUJP und fügte hinzu, dass der Mord zeige, dass die Regierung weder Journalist:innen noch die Pressefreiheit geschützt habe.

„Die Kultur der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalist:innen im Land muss ein Ende haben, und die Verantwortlichen müssen rasch vor Gericht gestellt werden“, sagte IFJ-Generalsekretär Anthony Bellanger.

Auch das Committee to Protect Journalists (CPJ) forderte eine umfassende Untersuchung. „Solange die Regierung von Präsident Ferdinand Marcos Jr. nicht zeigt, dass sie es ernst meint mit der Verhinderung und Aufklärung von Morden an Medienvertreter:innen, werden diese mutwilligen Morde weitergehen“, sagte Shawn Crispin, CPJ-Vertreter für Südostasien.

 

Foto © Raffy Lerma

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