Polizei verhaftet Menschenrechtsverteidiger bei Gedenkfeier zum 40. Jahrestag der EDSA-Revolution

Zwei Menschenrechtsverteidiger wurden am 25. Februar 2026 von der philippinischen Nationalpolizei (Philippine National Police/PNP) während der Gedenkfeier zum 40. Jahrestag der People-Power-Revolution am EDSA-Schrein in Mandaluyong City festgenommen.

Edel Parducho, Entwicklungs- und Menschenrechtsaktivist bei der Philippine Alliance of Human Rights Advocates (PAHRA), und Three Odeña, Jugendaktivist bei Samahan ng Progresibong Kabataan (SPARK), wurden vom PNP Eastern Police District in Mandaluyong City festgenommen und inhaftiert.

Beide wurden gegen Kaution freigelassen, doch die Anklagen gegen sie laufen weiter und verletzen weiterhin ihre Rechte, berichtete PAHRA. Ihnen werden unter anderem Körperverletzung, tätlicher Angriff, Widerstand gegen die Festnahme und illegale Versammlung vorgeworfen.

Die Kabataan Partylist verurteilte die Festnahmen als ungerecht und erklärte, sie seien Ausdruck der anhaltenden Unterdrückung des Rechts der Bevölkerung auf friedliche Versammlung. Laut der Kabataan-Abgeordneten Renee Co zeigen Videoaufnahmen, wie Parducho als Ordner fungierte und Mütter davor schützte, von der Polizei weggestoßen zu werden, während Odeña lediglich Fotos machte, als Beamte ihn an den Haaren zogen und festnahmen.

Die PNP rechtfertigte die Festnahmen mit der öffentlichen Sicherheit und behauptete, einige Demonstranten hätten den Verkehr behindert.

Menschenrechtsgruppen, darunter Amnesty International Philippines, PAHRA und Bagong Alyansang Makabayan (Bayan), verurteilten die Festnahmen als willkürlich und unbegründet und forderten eine unabhängige Untersuchung des Verhaltens der Polizei.

An der Kundgebung nahmen Tausende von Teilnehmer:innen teil, darunter Kirchenmitarbeiter:innen, Abgeordnete und Veteranen-Aktivist:innen, die Rechenschaft für die anhaltende Korruption und den Machtmissbrauch forderten.

 

Foto © PAHRA

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