Gericht hebt eine von zwei Anklagen gegen „Bloody Sunday“ Aktivisten auf

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Erlindo “Lino” Baez und Wilfredo Capareño wurden am 6. Oktober 2021 gemeinsam von 50 Polizisten in Quezon verhaftet. Bei der Verhaftung fanden diese dabei angeblich Waffen, was Baez und Capareño abstreiten.

Capareño arbeitet seit langem mit Bäuer*innen. 2019 wurde er beschuldigt, ein Mitglied der New People’s Army (NPA) zu sein. Seit zwei Jahren arbeitete er mit Baez zusammen. Sie unterstützten beispielsweise Menschen während des strengen Lockdowns und Betroffene vom Taal-Vulkanausbruch. Baez setzt sich für Landrechte ein und ist ehemaliger Menschenrechtsaktivist bei Karapatan. Einer seiner Söhne, Ronilo, ist seit 2010 politischer Gefangener; sein anderer Sohn Edrean war ein Mitglied der Jugendorganisation Anakbayan und wurde am 26. Mai 2021 bei einem Militäreinsatz getötet.

Baez war bereits am 7. März 2021 von einer Hausdurchsuchung im Rahmen des sogenannten Bloody Sundays betroffen, glücklicherweise war er zu diesem Zeitpunkt aber nicht zu Hause. Er wurde damals bereits angeklagt wegen illegalen Waffenbesitzes. Diese Anklage wurde am 25. Oktober fallengelassen, da die Hausdurchsuchung nicht rechtmäßig war. Somit gehört Baez zu den bis dato insgesamt 22 Personen, die aus eben diesem Grund freigesprochen wurden.

Allerdings wurde Baez noch nicht aus der Inhaftierung entlassen, sondern von Tanauan nach Quezon verlegt, da die Anklage auf Basis der Hausdurchsuchung am 6. Oktober weiter besteht. Die Menschenrechtgruppe Karapatan fordert weiter die Aufhebung aller Haftbefehle im Zusammenhang mit dem sogenannten Bloody Sunday und die Freilassung von Erlindo Baez und Wilfredo Capareño.

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