Der 28-seitige Bericht mit dem Titel „Der lange Weg zur Gerechtigkeit – Menschenrechte in den Philippinen 2026“ zeigt, dass die Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. keine nennenswerten Fortschritte bei der Verbesserung der Menschenrechtslage erzielt hat. Ganz im Gegenteil: Straflosigkeit und die politische Verfolgung von Menschenrechtsverteidiger:innen sind nach wie vor weit verbreitet.
Drogenbezogene Tötungen und Polizeigewalt finden weiterhin statt. Die nationale strafrechtliche Aufarbeitung von den geschätzten 27.000 außergerichtlichen Hinrichtungen im Zusammenhang mit dem sogenannten „Krieg gegen die Drogen“, den der ehemalige Präsident Rodrigo Duterte 2016 begonnen hatte, ist mit insgesamt fünf bekannten Verurteilungen von Tätern absolut unzureichend.
Menschenrechtsverteidiger:innen werden auch unter Präsident Marcos Jr. verfolgt. Dies geschieht u. a. auf der Basis von Anklagen wegen angeblicher Terrorismusfinanzierung. Neben fehlenden forensischen Kapazitäten trägt auch eine anhaltende mangelnde Zusammenarbeit von Polizei und Militär mit der philippinischen Menschenrechtskommission, Angehörigen von Opfern und den unterstützenden Menschenrechtsorganisationen zusammenzuarbeiten, wesentlich zur Straflosigkeit bei.
Seit 2014 veröffentlicht das Netzwerk regelmäßig Berichte zur Lage der Menschenrechte mit konkreten
Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger: innen. Darin werden die Muster von Menschenrechtsverletzungen und politischer Verfolgung an Fallbeispielen von Menschenrechtsverteidiger:innen und ihren Organisationen verdeutlicht.
Der Bericht ist auch in gedruckter Fassung (exkl. Portogebühren) erhältlich, bei Interesse schicken Sie uns gern eine Email an info@amp.ngo.
Download (PDF): AMP 2026 Bericht: Der Lange Weg zur Gerechtigkeit – Menschenrechte in den Philippinen
