Frauenfeindlichkeit in den Philippinen nimmt zu

9. November 2020 | Gender, Human Rights News

Nach Aussagen von Partner*innen in den Philippinen und auf  internationaler Ebene haben Fälle von Gewalt und sexualisierter Gewalt bis hin zu sexuellem Missbrauch gegen Frauen unter der Regierung Duterte zugenommen. Insbesondere Menschenrechtsverteidigerinnen sind zunehmend entwürdigenden und sexualisierten Beleidigungen, Vergewaltigungsdrohungen und sexuellen Angriffen ausgesetzt. In ihrem Beitrag zum Joint Meeting des EU-Unterausschusses für Menschenrechte (DROI) und dem EU-Ausschuss für Frauenrechte und Gender Equality (FEMM) am 28. Oktober 2020 betonte Maria Ressa (ab Minute 10:34), Mitgründerin und CEO von Rappler.com, dass Frauen zehnmal so oft Opfer von virtuellen Hasskampagnen wie Männer.

Die NGO Gabriela und 18 weitere Organisationen Opfer von red-tagging. Die NGO setzt sich mit einer gewählten Vertreterin im philippinischen Repräsentantenhaus auch direkt politisch für Frauenrechte ein. Mehrere berühmte Persönlichkeiten, darunter auch die Schauspielerin Liza Soberano, haben Morddrohungen erhalten, weil sie in einem von Gabriela organisierten Webinar einen Redebeitrag geleistet hat. General Leutnant Antonio Parlade Jr, einer der führenden Regierungsstimmen in den sozialen Netzwerken, drohte ihr: „Liza Soberano, du hast immer noch eine Chance, dich von dieser Gruppe zu distanzieren. Wenn du es nicht tust, wirst du das gleiche Schicksal erleiden wie Josephine Anne Lapira“. Lapira war eine 22-jährige Studentin, die 2017 von Regierungstruppen getötet wurde.

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