Duterte droht Facebook zu sperren

Präsident Duterte hat im September angedroht, Facebook auf den Philippinen zu verbieten. Dies war eine direkte Reaktion auf die von Facebook getätigte Löschung mehrerer regierungsfreundlicher Konten aufgrund von sogenanntem „koordinierten unauthentischem Verhalten“. Viele der betroffenen Konten können zu Regierungsvertretern und Armeeangehörigen zurückverfolgt werden. Im Oktober bestand die philippinische Regierung auf Gespräche mit dem Social Media Unternehmen. Facebook ist in den Philippinen weiter zugelassen. Wenn man sich vor Augen hält, dass Dutertes Regime schon seit vielen Jahren die sozialen Medien dazu benutzt, falsche Informationen und sogar Drohungen gegenüber Menschenrechtsaktivist*innen und Oppositionsmitglieder*innen zu verbreiten, mutet es befremdlich an, ausgerechnet ihn über die Einschränkung der Meinungsfreiheit klagen zu hören. Während seiner Wahlkampagne hat Duterte beträchtlich von Facebook profitiert.

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