Aktionsbündnis gedenkt der Opfer des Maguindanao Massakers

Am 23. November 2009 wurden in der südlichen Provinz Maguindanao 58 Personen auf grausame Weise ermordet, unter ihnen auch 34 Journalist/innen. „Das Massaker machte die Philippinen mit einem Schlag zum gefährlichsten Land für Journalist/innen weltweit“ so Maike Grabowski, Koordinatorin des Aktionsbündnis Menschenrechte Philippinen.

Ein Jahr später warten die Angehörigen der Opfer noch immer auf eine Verurteilung der Täter.

Einige der Verdächtigen aus den Reihen des einflussreichen Ampatuan-Clans stehen zwar seit September dieses Jahres vor Gericht, Beobachter befürchten jedoch, dass der Prozess noch Jahre andauern könnte.

In einem offenen Brief an die philippinische Botschaft in Berlin erinnert das Aktionsbündnis an die Opfer und beklagt das generelle Klima der Straflosigkeit im Land. Mutmaßliche Täter von Menschenrechtsverletzungen würden nur selten zur Rechenschaft gezogen und es gebe kaum Reformen, die langfristig zu mehr Gerechtigkeit in der Justiz führen.

Zurück