Aktuelles

Fachtagung "Demokratie – kein Garant für Menschenrechte. Unterdrückung von Zivilgesellschaft in den Philippinen"

GruppenfotoUnter dem Titel "Demokratie - kein Garant für Menschenrechte. Unterdrückung von Zivilgesellschaft in den Philippinen" hatte das Aktionsbündnis Menschenrechte Philippinen vom 21.-22. September 2015 zu einer internationalen Tagung nach Berlin eingeladen. Vertreter aus Zivilgesellschaft und Kirchen aus den Philippinen und Deutschland trafen sich, um die aktuelle Menschenrechtssituation in den Philippinen zu analysieren und Strategien zu entwickeln, wie schwere Menschenrechtsverletzungen sowie die immer noch fast absolute Straflosigkeit beendet werden könnten. Im Fokus stand dabei das widersprüchliche Bild, dass die Philippinen einerseits oft als Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte in Südostasien betrachtet werden. Doch andererseits sind jene Teile der philippinischen Zivilgesellschaft, die Kritik am fest verwurzelten Klientelismus, an Umweltzerstörungen durch internationale Bergbaukonzerne, der Ausbeutung durch Großgrundbesitzer und den vielen anderen großen und kleinen Ungerechtigkeiten üben, bedroht. Mitglieder systemkritischer Parteilisten, progressive LokalpolitikerInnen, UmweltaktivistInnen, Bäuerinnen und Bauern der Agrarreformbewegung, Indigene der Antibergbaubewegung und engagierte Kirchenleute werden als Staatsfeinde denunziert und Opfer von Kriminalisierung und politischen Morden. Auf der Fachtagung wurden die Hintergründe dieser Menschenrechtsverletzungen an MenschenrechtsverteidigerInnen und politischen AktivistInnen in den Philippinen dargestellt, Entwicklungen nachgezeichnet und Interventionsmöglichkeiten diskutiert.

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Cocoy Tulawie freigesprochen

Cocoy TulawieNach über 3 Jahren in Haft ist der Menschenrechtsverteidiger Temogen "Cocoy" Tulawie heute freigesprochen worden. Er war angeklagt, im Jahr 2009 einen Bombenanschlag auf den damaligen Gouverneur der Provinz Sulu, Abdulsakar Tan, verübt zu haben. Tulawie bestritt diese Anschuldigungen gegen ihn von Anfang an. Als Menschenrechtsaktivist hatte er etliche Menschenrechtsverletzungen der Lokalregierung unter Tan aufgedeckt, darunter die Massenvergewaltigung von Frauen und Mädchen, begangen von Söhnen prominenter Politiker und ihrer paramilitärischen Schutztruppen. Die Vermutung liegt also nahe, dass Tan Tulawie mit einer konstruierten Anklage aus dem Weg schaffen wollte.

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Aktionsbündnis fordert philippinische Politiker auf, das Bangsamoro Basic Law zu unterstützen

Das Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen forderte in einem Brief philippinische Senatoren und Abgeordnete auf,  einer Version des Bangsamoro Basic Law zuzustimmen, die eine Grundlage für einen nachhaltigen Frieden in Mindanao darstellen kann.

Das Bangsamoro Basic Law (BBL) liegt derzeit den beiden Kammern des philippinischen Kongresses, dem Senat und dem Abgeordnetenhaus, zur Beratung vor. Der Entwurf ist das Ergebnis mehrjähriger Friedensverhandlungen zwischen philippinischer Regierung und der muslimischen Unabhängigkeitsbewegung der MILF. Das BBL soll als Grundgesetz der neu zu schaffenen Region Bangsamoro dienen und dieser Teilautonomie verleihen.   

Ob und in welcher Form der Kongress das Gesetz verabschieden wird ist im Moment aber unklar. Seine Gegner, allen voran Senator „Bongbong“ Marcos, argumentieren, dass die Gewährung einer umfassenden Autonomie gegen die philippinische Verfassung verstoßen würde. Gleichzeitig wäre der brüchige Frieden in Mindanao in Gefahr, sollte die Verabschiedung scheitern.

Der Konflikt im muslimisch-geprägten Mindanao ist einer der ältesten bewaffneten Unabhängigkeitskämpfe der Welt. Seit dem Beginn des Aufstands Ende der 1960er Jahre sind schätzungsweise mehrere Zehntausend Menschen zu Tode gekommen.

Brief im Orginal

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AMP auf dem Evangelischen Kirchentag 2015

Bischof Ephraim Fajutagana auf dem DEKT15Unter Beteiligung des AMP wurde auch auf dem Evangelischen Kirchentag 2015 über Menschenrechtsverletzungen in den Philippinen diskutiert. Als Gast war Erzbischof Ephraim Fajutagana der Philippinischen Unabhängigen Kirche (IFI) geladen, der von Morden an Mitgliedern seiner Kirche berichtete. AMP-Koordinator Johannes Icking erläuterte wie politische Aktivisten und engagierte Kirchenleute zum Ziel der Aufstandsbekämpfung der philippinischen Armee werden.

Lest den ausführlichen Bericht über die Veranstaltung auf der Seite von Brot für die Welt:

Philippinischer Erzbischof: Straffreiheit bleibt ein Skandal

 

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Freihandel als Chance für die Menschenrechte in den Philippinen?

Ende Dezember 2014 wurden die Philippinen in das Handelspräferenzprogramm der EU GSP+ (General Preferencial Scheme) aufgenommen. Gleichzeitig laufen erste Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen, die dieses Jahr voran getrieben werden sollen. Kann durch die Handelsabkommen die Menschenrechtssituation im Land verbessert werden?

Freihandel als Chance für die Menschenrechte in den Philippinen? von Johannes Icking

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