Aktuelles

Gewaltsame Auflösung von Protesten in Kidapawan City

Proteste Kidapawan City Das Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen (AMP) fordert die unabhängige Untersuchung der gewaltsamen Auflösung einer Protestkundgebung in Kidapawan City, bei der am 1. April zwei Menschen zu Tode gekommen sind, als Polizeikräfte auf Demonstranten schossen. Über hundert Menschen wurden verletzt, während Dutzende verhaftet wurden.

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Brandanschlag auf vertriebene Indigene in Davao City

Brandanschlag UCCP Haran Davao CityDas Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen (AMP) ist bestürzt über den Brandanschlag auf die Unterkünfte geflüchteter indigener Lumads, die auf dem Gelände der United Church of Christ in the Philippines (UCCP) in Davao City untergekommen sind. Fünf Menschen erlitten Brandverletzungen, wobei die Täter den Tod der Bewohner, darunter vieler Kinder, in Kauf genommen haben.

Auf dem Gelände der UCCP Haran befinden sich gegenwärtig ungefähr 700 Vertriebene, die dem Stamm der Manobos angehören und aus Talaingod, Davao del Norte und Kitaotao, Bukidnon stammen. Sie sahen sich zur Flucht genötigt, weil das Militär und Mitglieder der Gruppe Almara mehrere unabhängige Schulen besetzt hatten und diese als Militärlager nutzten.

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Verleumdungsklage gegen Mitarbeiter/innen der Philippine Misereor Partnership Inc. (PMPI)

Edel Garingan - Philippine Misereor PartnershipDas Aktionsbündnis Menschenrechte Philippinen (AMP) äußert große Besorgnis über die Kriminalisierung von vier Mitarbeiter/innen der Philippine Misereor Partnership Inc. (PMPI), die unter dem `Cybercrime Prevention Act´ von 2012 der Verleumdung beschuldigt werden. Die Anklage wurde von der Hinatuan Mining Corporation (HMC) eingereicht, die ein umstrittenes Bergbauprojekt auf Manicani Island, Guiuan, Eastern Samar verfolgt, gegen das sich das PMPI einsetzt.

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Bundesregierung besorgt über Lage der indigenen Lumads in Mindanao

Die Bundesregierung sieht kaum Fortschritte bei der Menschenrechtslage auf den Philippinen. Die aktuelle Gesetzgebung sehe zwar einen weitgehenden Schutz der Menschenrechte vor, heißt es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. "Dem stehen jedoch eine verbreitete Straflosigkeit und ein stark reformbedürftiges Justizsystem gegenüber, so dass erhebliche Defizite bei der Einhaltung der Menschenrechte festzustellen sind." Nach wie vor komme es zu schweren und schwersten Menschenrechtsverletzungen, darunter auch extralegalen Hinrichtungen von Menschenrechtsverteidigern, Aktivisten und Journalisten.

Besorgt zeigt sich die Bundesregierung auch über die Lage der indigenen Lumads in Mindanao. Menschenrechtsverteidiger würden über Missachtung der Landrechte der Lumads, deren Vertreibung aus ihren angestammten Gebieten, von sowie Fällen schwerster Menschenrechtsverletzungen, wie etwa Tötungen oder Folter durch bewaffnete Gruppen berichten. Hinsichtlich des Einsatzes paramilitärischer Gruppen unterstützt die Bundesregierung die im Rahmen der Universellen Periodischen Überprüfung vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2012 gegenüber der philippinischen Regierung abgegebene Empfehlung, Executive Order 546 zurückzunehmen, durch das die Aufstellung von Privatarmeen legalisiert wurde, und die Privatarmeen aufzulösen.

Deutscher Bundestag (Drucksache 18/7012)

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Parlamentarisches Frühstück "Die Bedeutung von Vergangenheitsarbeit, Wahrheit und Gerechtigkeit bei der Konsolidierung von Frieden"

Parlamentarisches Frühstück der Internationalen AdvocacynetzwerkeAm 12.11. veranstaltete das AMP gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Bündnisses Internationaler Advocacynetzwerke ein parlamentarisches Frühstück im Deutschen Bundestag zum Thema "Die Bedeutung von Vergangenheitsarbeit, Wahrheit und Gerechtigkeit bei der Konsolidierung von Frieden". Anhand von Länderbeispielen aus Afrika, Asien und Lateinamerika informierten wir die Bundestagsabgeordneten über Herausforderungen bei der Aufarbeitung von Menschenrechtsverbrechen in der Folge von Gewaltkonflikten und Diktaturen.

Zu den Philippinen berichtete AMP-Koordinator Johannes Icking, dass für einen nachhaltigen Frieden in Mindanao das während des Konflikts begangene Unrecht undbedingt aufgearbeitet werden muss. Dabei sei die Unterstützung Deutschlands hilfreich und notwendig.

Zu der Veranstaltung veröffentlichen die Advocacynetzwerke ein gemeinsames Dossier, dass die unterschiedlichen Probleme und Kontexte der Vergangenheitsbewältigung in den verschiedenen Ländern aufzeigt und Länderübergreifende Empfehlungen an den Bundestag formuliert.

Dossier: Die Bedeutung von Vergangenheitsarbeit, Wahrheit und Gerechtigkeit bei der Konsolidierung von Frieden

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